Das offizielle Turnfest-Buch Berlin 2005
Der offizielle Bildband zum Internationalen Deutschen Turnfest 2005 erscheint in den kommenden Wochen bis Mitte September.
Auf 200 Seiten mit über 250 Farbfotos kann man die Turnfestwoche noch einmal Revue passieren lassen und Eindrücke von der Gesamtheit des Turnfestes gewinnen. Der attraktive Bildband im Format 21x30 cm eignet sich auch hervorragend als Geschenk.
Der Bildband wird verlegt vom Morsell-Verlag Berlin und ist Ende September im normalen Buchhandel zum Preis von 29,90 EUR erhältlich. Bei Bestellung über den DTB bis 15.09.2005 kostet der Bildband pro Exemplar 25,- EUR als Subskription, danach 29,90 EUR.
Zu bestellen ist der Bildband (zzgl. Porto und Verpackung von 4,95 EUR) beim DTB Shop unter der Hotline 06562/61 55 (Mo-Fr 8-17 Uhr), per e-mail: shop@dtb-online.de oder Fax 06562/61 92. Infos unter www.dtb-shop.de und www.dtb-online.de.
Verkauf Turnfest-Fahnen
Die Original Turnfest-Fahnen aus Berlin stehen zum Verkauf bereit!
Die Turnfest-Fahnen sind ausschließlich telefonisch unter 06562/6155, zum Preis von 30,- EUR zzgl. 4,95 EUR Versandkosten, zu bestellen. Farbwünsche und Formate können leider nicht berücksichtigt werden, die Stückzahl ist begrenzt!
Der Erlös der Fahnen geht als Spende an den 2002 verunglückten und seitdem gelähmten Turner und ehemaligen Deutschen Mehrkampfmeister Johannes Hablik. Mehr hierzu unter www.friends4jo.de
Deutsches Turnfest Berlin: Wettkampfergebnisse der saarländischen Turnerinnen und Turner
Ein korrigierte Gesamtdatei mit den Wettikampfergebnisse der saarländischen Turnerinnen und Turner ist eingetroffen. Die Liste ist sortiert nach Vereinsnummern. Darüber hinaus können weiterhin auf der Website des Deutsches Turnfestes http://www.turnfest.de kompletten Siegerlisten aller Wettkämpfe nachgelesen werden.
Siegerliste der saarländischen Turnerinnen und Turner.
Deutsche Meisterschaft Gerätturnen: Einmal Silber, dreimal Bronze für Eugen Spiridonov
Die Begeisterung im Saarländischen Turnerbund ist groß: Einmal Silber und dreimal Bronze, so die Platzierungen für Eugen Spiridonov vom TV Bous bei den Deutschen Meisterschaften im Gerätturnen.

Gerätturnen Mehrkampf: Die ersten drei der Deutschen Meisterschaften: 1. Fabian Hambüchen (mitte), 2. Christian Berczes (links) und 3. Eugen Sprirdonov
Im Mehrkampf-Finale turnte der Saarländer an den sechs Geräten Boden, Pauschenpferd, Ringe, Barren und Reck. Am Pauschenpferd erzielte der Saarländer die beste Wertung. Am Ende stand Spiridonov bei der Siegerehrung mit einer verdienten Bronzemedaille auf dem Treppchen.
In den Gerätefinals startete Spiridonov außer am Boden an allen anderen fünf Geräten. Am Pauschenpferd turnte sich der Saarländer routiniert auf den zweiten Platz und gewann an diesem Gerät Silber. Sowohl am Barren als auch beim Sprung zeigte Spiridonov, was in ihm steckt und gewann an beiden Geräten die Bronzemedaille. An den Ringen wurde er Vierter, am Reck Fünfter.
Herausragender Turner der Deutschen Meisterschaften war erwartungsgemäß Jungstar Fabian Hambüchen. Er siegte im Mehrkampf sowie im Gerätefinale an den Geräten Boden, Barren und Reck. Am Pauschenpferd siegte Christian Berczes und am Sprung holte sich Matthias Fahrig den deutschen Meistertitel.
DM-Bronze für Gerätturnerin Lena Hektor
Bundeskaderturnerin Lena Hektor (3. von links) erturnte sich im Finale der AK 13 am Stufenbarren die Bronzemedaille.
Die Freude über diesen Erfolg war groß, denn die Saarländerin musste sich in ihrer Altersklasse der starken Konkurrenz der besten Turnerinnen aus den Landesverbänden stellen. „Lena hat uns alle mit dieser Medaille sehr überrascht“, freute sich Landestrainer Sergej Slastnych über den Erfolg seiner Turnerin.
Die Turnerin vom TV Germania Dillingen hatte sich in der Vorrunde für das Finale der AK 13 am Sprung, Barren und Boden qualifiziert. In der Mehrkampfwertung platzierte sich die junge Saarländerin auf dem zehnten Platz.
Neben Lena Hektor startete bei den Deutschen Jugendmeisterschaften, die im Rahmen des Deutschen Turnfestes in Berlin ausgetragen wurden, eine weitere Turnerin vom TV Germania Dillingen. Brigitta Ferner erreichte im Mehrkampf der AK 14 den 9. Platz. Sie stand als Ersatzturnerin im Sprung-Finale.
Leider konnten sich beide Mädchen verletzungsbedingt nicht optimal auf die Meisterschaften vorbereiten. Dennoch ist die Teilnahme unserer Mädchen an der Deutschen Jugendmeisterschaft ein großer Erfolg für das Gerätturnen weiblich im Saarländischen Turnerbund. Wir fühlen uns in unserer Talentförderung bestätigt", so Christine Ammer, Landesfachwartin Gerätturnen weiblich im STB.
Zweimal Bronze für RSG Saar
Großartig war die Kulisse in der Max-Schmeling-Halle, in der erstmalig die Meisterklasse in einem gemeinsamen Finale mit der Sparte "Gymnastik und Tanz" ausgetragen wurde. Eine sehr gut gefüllte Halle mit sehr begeisterten Zuschauern, fachkundig und beifallsfreudig. Durch den Wechsel zwischen den Sportarten kamen auch keine lästigen Wertungspausen auf. Ein Konzept, das man zur Nachahmung empfehlen kann!
Nachdem die deutsche Nationalgruppe bereits den Mehrkampf der Rhythmischen Sportgymnastik gewonnen hatte, gingen bei den Finals am Mittwoch ebenfalls beide Titel nach Wattenscheid.
Bei den Gymnastinnen der RSG Saar war die Freude groß über die Bronzemedaille. Sowohl im Finale mit fünf Bändern als auch im Finale mit drei Reifen und zwei Keulen verwiesen die Saarländerinnen die Gruppe aus Berlin und Blumenthal auf die folgenden Ränge. „Eine Medaille hatte ich mir für unsere Gruppe erhofft. Mit der zweiten Bronzemedaille sind unsere Erwartungen nun übertroffen worden“, stellte Landestrainerin Nelly Dimitrova nach dem Wettkampf überglücklich fest.
Über eine Bronzemedaille in der Wettkampfklasse 30+ konnte sich auch die DJK SG St. Ingbert freuen. Im Finale der Deutschen Seniorenmeisterschaft Gymnastik und Tanz überzeugten die St. Ingberter die Jury mit originellen Choreographien
Saarländische Turner in Bestform
Deutsche Turnfeste sind einzigartig, weil wir hier in einer Woche nicht nur Spitzensport vom Feinsten sondern auch gleich eine ganze Palette an Sportarten live erleben können. Hier können wir die großen Turnstars hautnah erleben und bekommen erstklassigen Turnsport präsentiert. Es haben sich bereits zahlreiche saarländischen Turnerinnen und Turner auf den begehrten drei vordersten Rängen platziert.
Wie erwartet waren die saarländischen Turner auch bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften wieder auf den vorderen Platzierungen zu finden.
In Topform war Michael Steinmetz vom TV Bous. Im Deutschen Achtkampf Männer 30 absolvierte er souverän das Marathonprogramm dieses anspruchsvollen Wettkampfes: Boden, Sprung, Parallel-Barren, Reck, 100-m-Lauf, Weitsprung, Kugelstoß und Schleuderball. Am Ende ließ der frisch gebackene Vater die gesamte Konkurrenz hinter sich und freute sich über den ersten Platz.
Auch Dietmar Klee vom ATSV Saarbrücken (Foto oben) erfüllte alle Erwartungen und war überglücklich über seinen Meistertitel im Schwimm-Fünfkampf Männer 30+.
Auch im Schwimm-Fünfkampf männliche Jugend 17-18 hatte ein Saarländer die Nase vorn. Erwin Huber vom TV Fechingen sicherte sich hier den Meistertitel.
Den Friesen-Fünfkampf Frauen 50 dominierte eine Saarländerin. Nana Motzki vom ATSV Saarbrücken ging routiniert durch den Wettkampf und sicherte sich verdient den ersten Platz.
Gratulation an Josua Weber von der TG Rohrbach. Er absolvierte den Friesen-Fünfkampf männliche Jugend 17-18 und erreichte den zweiten Rang.
Nicht wenige Disziplinen musste auch Jan Becker vom TV Hostenbach absolvieren. Er startete im Jahn-Neunkampf Männer. Boden, Sprung, Parallel-Barren, 100-m-Lauf, Weitsprung, Kugelstoß, Kunstspringen, 25-m-Tauchen und 100-m-Schwimmen – es gibt kaum eine andere Sportart die höhere Ansprüche an die Sportler stellt. Am Ende schaffte es Jan Becker auf den dritten Platz.
Wer Schießen, Kugelstoß, 1.000-m-Lauf, 50-m-Schwimmen und Florettfechten bestreitet, startet im Friesen-Fünfkampf. So auch Karsten Ruppert. Der Turner vom Fechterring Hochwald-Wadern freute sich in seiner Altersklasse männliche Jugend 13-14 ebenfalls über den dritten Platz.
Nicht ihre Bestform fanden die saarländischen Trampolinturner, die bei den deutschen Jugendmeisterschaften beziehungsweise deutschen Schülermeisterschaften am Start waren. Sowohl Bundeskadermitglied Elisabeth Eichorn als auch Patricia Nitu vom TV St. Ingbert und ihr Vereinskollege Yannik Manderla schafften es nicht in die Finalrunden.
Mehr Glück hatte André Maas vom Turnerbund St. Johann. Im Pokalturnier schaffte es der routinierte Trampolinturner in seiner Altersklasse 30+ auf den zweiten Platz.
Hinweis: Sobald die Ergebnislisten der weiteren Wettkämpfe da sind, werden wir über weitere vordere Platzierungen der Saarländer informieren.
"Zusehen und Mitmachen" auf der Aktionsfläche 50+
Verschiedenen Gruppen aus den Landesturnverbänden hatten am Dienstag ihren Auftritt auf der Aktionsfläche 50+. Hier wurden mit viel Power tänzerische, gymnastische und musikalische Darbietungen auf das Parkett gezaubert. Mitmachaktionen bezogen immer wieder das Publikum ein. Die Kreativität der Gruppen kannte keine Grenzen. Das Publikum war begeistert. Die Stimmung war kaum noch zu überbieten. Großen Beifall ernteten auch die saarländischen Gruppen, die sich mit originellen Choreographien viele Sympathien erworben.
"Was hier stattfindet, ist ein guter Anschauungsunterricht und für Andere zum Nachmachen zu empfehlen", kommentierte Manfred von Richthofen, der Präsident des Deutschen Sportbundes das Programm.
Kin-Ball - ein "flotter Dreier" mit einem Riesen-Ballon
Wer in der Messehalle 13 vorbei kam, bestaunte den überdimensionalen Spielball, der unter der Kuppel der Rotunde hin und her flog. Hier fand das Mitmachangebot Kin-Ball statt. Kin-Ball ist derzeit die einzige Ballsportart, in der drei Mannschaften à vier Spieler gegeneinander spielen. Allein die Größe des Spielballs, mit einem Durchmesser von 1,22 m bei einem Gewicht von nur einem Kilo, hat einen enorm hohen Motivationswert. So herrschte bei dem von Andrea Pielen, der Landesfachwartin Kin-Ball im Saarländischen Turnerbund, organisierten Mitmachprogramm reger Betrieb.
"Dieser Sport fördert den Teamgeist, aber auch die Körperform, stärkt die Herz- und Gefäßgesundheit", so Andrea Pielen, die in Kanada das Spiel studiert hat. Kin-Ball wird von rund drei Millionen Spielern in Kanada, den USA, Japan, Frankreich, Spanien und Belgien gespielt. Andrea Pielen hat das Ziel, Kin-Ball als neues Turnspiel in den Landesverbänden des Deutschen Turner-Bundes zu etablieren. Zur Zeit baut sie in Saarbrücken die erste deutsche Nationalmannschaft Kin-Ball auf, um im November bei der Kin-Ball-Weltmeisterschaft in Belgien zu starten.
Die Kin-Ball-Regeln haben das gewisse Etwas, was anderen Mannschaftsspielen manchmal fehlt. Beispielsweise Farbe und Kommunikation. Jede der drei Mannschaften, die auf dem 21,2x21,2 qm großen Spielfeld steht, wird mit einem andersfarbigen Leibchen ausgestattet. Punkten können in der 3x15-minütigen Spielzeit immer zwei Teams gleichzeitig. Durch Los wird festgelegt, welches Team zuerst aufschlägt. Drei Spieler gruppieren sich mit Kontakt zum Ball um den Aufschläger. Vor dem Aufschlag muss der Aufschläger die Farbe einer der beiden Gegenmannschaften rufen. Beim Aufschlag soll der Ball mindestens 2,40 m weit fliegen. Fängt kein Spieler der aufgerufenen Mannschaft den Ball, erhalten das Aufschlägerteam und auch die dritte Mannschaft einen Punkt. Geht der Aufschlag daneben, erhalten die beiden anderen Mannschaften den Punkt.
Gepunktet auf der ganzen Linie hat auf alle Fälle das Mitmachangebot Kin-Ball. Den das Interesse am Kin-Ball-Spiel war tagtäglich ungebrochen groß.
Gelungener Auftakt des Internationalen Deutschen Tunfestes Berlin 2005
"Turner lassen sich doch vom Regen nicht unterkriegen"
Erstmals in der Geschichte des traditionsreichen Turnfestes eröffnete ein gestalteter Umzug die Turnfestwoche. Eine bunte Karawane mit ca. 5000 Teilnehmern setzte sich auf der Straße des 17. Juni in Bewegung. Und auch der Dauerregen konnte die vielen tausend Besucher des Straßenumzuges nicht davon abbringen, gutgelaunt und ausgiebig zu feiern. Jung und Alt ließen die nasse Straße zu einer kilometerlangen Turn- und Tanzbühne werden.
Keine Frage, wie gewohnt präsentierten die Landesverbände des DTB - je nach Größe des Verbandes waren nur zwei bis drei Vorführgruppen mit je 30 Personen zugelassen - sowie ausgewählte internationale Gruppen die unendlich vielen Facetten des Turnsports, die in der kommenden Woche auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Turnfestes warten. Umrahmt wurden die durch Farben und Fahnen erkennbaren Landesverbände von zehn Spielmannszügen aus dem gesamten Bundesgebiet, die die Bundesmusikschule eigens für den Turnfest-Umzug akquirierte.
Trotz des einsetzenden Regens kamen mehrere tausend Berliner und Turnfestteilnehmer an die Umzugsstrecke und jubelten ihren Landesverbänden mit spontanen La-Ola-Wellen zu. "Ein Turnfest ist ein echtes Erlebnis", sagt Harald Schuler, Oberturnwart des saarländischen TV Köllerbach, "Das Gemeinschaftsgefühl, das schon hier beim Umzug beginnt, ist einmalig." Es ist gerade das gemeinsame Feiern vieler Generationen, das das besondere Flair der Straßenparade ausmacht.
Unter dem Motto "Spielhölle" marschierte der Saarländische Turnerbund mit zwei Gruppen beim Festzug mit. Beeindruckt und neugierig reagierten die Zuschauer auf die Kin-Ball-Gruppe, die demonstrierte wie viel Spaß es macht, mit dem überdimensionalen Spielball zu spielen. Farbenfroh war die von Marlies Seel angeführte Völkerball-Truppe. Hier flogen bunte Bälle durch die Lüfte und das Publikum beteiligte sich an dem ein oder anderen Ballwechsel. Trotz des Regens führten die saarländischen Fahnenträger die saarländische Festzugs-Delegation an. Die Musikzug vom TV Breitfurt sorgte für den richtigen Takt.

Info-Stände der Landesturnverbände
Reger Besuch am Info-Stand des Saarländischen Turnerbundes
Großes Gewimmel herrscht tagtäglich in der Messehalle 2.2, in der sich die Landesturnverbände mit ihren Informationsständen präsentieren. Alle Hände voll zu tun hat das Geschäftstellen-Team des Saarländischen Turnerbundes, dass zur Zeit in Berlin für alle saarländischen Turnfestteilnehmer da ist.
Natürlich ließen es sich auch die Ottentaler nicht nehmen, vor ihrem Auftritt beim Rendezvous der Besten am STB-Info-Stand vorbei zu marschieren. Mit Pauken und Trompeten begrüßte die Lautzkircher Truppe das STB-Geschäftstellenteam und sorgte für jede Menge Stimmung. Der STB-Info-Stand ist also Informationsplattform und Treffpunkt für alle Saarländer.
Auch Gerhard Holzer und seine Freunde aus der Fachschaft der Älteren ließ es sich nicht nehmen, am Messestand der Saarländer mit Gesang und Gitarre eine musikalische Kostprobe abzugeben.
Kaum einer, der nicht im Laufe der Turnfestwoche die Messehalle 2.2 ansteuert. Hier hat sich auch der Saarländische Turnerbund mit einem farbenfrohen Infostand eingerichtet. Den ganzen Tag über ist einiges los am STB-Stand. Die einen kommen, um sich zu informieren oder um sich unser saarländisches Turnfest-T-Shirt zu sichern, andere kommen einfach vorbei, um Hallo zu sagen.
Die besondere Anreise - mit 25 PS nach Berlin
Man kann auf verschiedene Weise nach Berlin kommen: mit dem Flugzeug, mit Bahn, Bus oder Pkw. Oder einfach mit dem Traktor! Vier Männer aus dem Saarland haben dieses Abenteuer tatsächlich gewagt. Sie kletterten am Mittwochmorgen auf einen über 40 Jahre alten Traktor mit einem Planwagen und tuckerten los - nonstop Richtung Turnfeststadt. Nach knapp 70 Stunden hatten sie es geschafft. Rechtzeitig zur Eröffnung wurden die Stadtgrenzen passiert.
"Ein wunderbares Erlebnis", schwärmt Günter Görlinger vom Turnverein Kirkel. "Man lernt unser Land auf diesen mehr als 750 Kilometern von einer völlig neuen Seite kennen." Der zuverlässige Trecker, Baujahr 1962, vom Oldtimerclub Kirkel zur Verfügung gestellt, schaffte auf dem Weg nach Berlin nämlich nie mehr als 22 km/h. "Da hat man Muße, sich die Landschaften zu betrachten und die Orte, die man durchfährt", sagt Görlinger. Besonders schön war für ihn der Duft des Rapses, denn der entfalte sich genau in diesen Frühlingstagen besonders intensiv.
Das Quartett harmonierte und verstand sich prächtig. Die Arbeitsteilung lief reibungslos: Einer fuhr, ein Zweiter navigierte und die beiden anderen ruhten oder schliefen auf Matratzen, mit denen der geschmückte Planwagen ausgestattet war. Und so wechselten sich Günter, Jörg, Norbert und Jürgen nach Bedarf ab. Von Kirkel bis Berlin - mit 22 km/h.
Das 1. Internationale Turnfest hat begonnen. ...mir Saarländer sinn dabei und bewegen Berlin
Rund 1.300 Turnerinnen und Turner sind am 13. Mai frühmorgens mit dem Sonderzug in Berlin angekommen. Obwohl es auf den Abfahrtsgleisen im Saarland etwas „Huddel“ gab, sind alle saarländischen Turnfesteilnehmer gutgelaunt und voller Turnfesterwartung in der Bundeshauptstadt angekommen.
Die Turnfestwoche wurde am Nachmittag mit dem Festumzug eingeleitet. Unter dem Motto „Spielhölle“ präsentierten die Saarländer die Turnspiele Völkerball und Kin-Ball. Begleitet wurden die Turnspieler vom Musikzug des TV Illingen. Das Wetter hätte besser sein können, doch die Stimmung der Turnfestfeiernden ließ sich hierdurch nicht trüben. Der große Festumzuges rund um das Brandenburger Tor hat die Turnfestwoche mit Pauken und Trompeten, mit Sport, Spaß und Spiel eingeläutet.
Jetzt heißt es: Wir Saarländer bewegen Berlin! Und das sind immerhin über 3.800 Turnerinnen und Turner aus 141 saarländischen Turnvereinen.